Aus der Praxis. Für die Praxis.
Angebote für pädagogische Fachkräfte und Teams der Kinder- und Jugendhilfe und Jugendämter
Seit über zwei Jahrzehnten arbeiten wir mit jungen Menschen, die verschiedenste Arten schwerer Traumatisierungen erlebt haben – unter anderem Beziehungsabbrüche, körperliche und psychische Gewalt, Vernachlässigung, Deprivation, Missbrauch, ….
Sie haben Überlebensstrategien entwickelt, die im Alltag oft als herausforderndes Verhalten sichtbar werden.
Unsere Arbeit besteht darin, dieses Verhalten zu verstehen, statt es nur zu begrenzen: Hinter jedem Verhalten steht ein guter Grund, und hinter jedem guten Grund ein Bedürfnis.
Was wir teilen wollen, ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern im Feld der Betreuung der jungen Menschen gewachsen: in Krisen und in ruhigen Momenten, im Begleiten, Halten, Da-Sein, Hören, Sehen, Spüren, Wachsen – im immer neuen Ringen ums „Verstehen“.
Unsere Arbeit ist traumasensibel, beziehungsorientiert und ressourcenorientiert – wir schauen vorallem auf das, was ein junger Mensch braucht und was er mitbringt, nicht auf das, was ihm fehlt.
Unsere Angebote:
Fortbildungen
Unsere Fortbildungen vermitteln fachliche Grundlagen der pädagogischen, traumasensiblen Arbeit und übersetzen sie in den pädagogischen Alltag.
Themen könnten z.B. sein:
Das Toleranzfenster – Krisen verstehen, bevor sie entstehen: Vorboten erkennen, Sicherheitsfaktoren kennen, eine gemeinsame Teamsprache finden
Der gute Grund – Verhalten ist Kommunikation: hinter jedem Verhalten ein Bedürfnis erkennen
Co-Regulation – Sicherheit für das Nervensystem, wie Co-Regulation Entwicklung ermöglicht
Krise – wenn das Gehirn auf Überleben schaltet – Die Entstehung von Krisen verstehen und handlungsfähig bleiben
Zurück ins Bündnis – Ausatmen nach der Krise, vom Alarmmodus zurück in die Verbindung
Sprache schafft Wirklichkeit – Traumasensible Sprache im Kontakt, im Team und in der Dokumentation
Pädagogik ist nicht Therapie – Professionelle Grenzen, die das Kind und die Fachkraft schützen, der Weg ins Hier und Jetzt
Professionelle Nähe statt professioneller Distanz – Beziehungsgestaltung in der Jugendhilfe, Wiedergutmachende Beziehungserfahrungen ermöglichen
Meine Sicherheit- deine Sicherheit? – Warum Selbstregulation die Grundlage pädagogischen Handelns ist
Pädagogische Haltung entwickeln und leben – Warum Haltung oft wirksamer ist als Methoden
Struktur, Orientierung und Halt – Sicherheit im pädagogischen Alltag
Wir arbeiten mit den konkreten Situationen der Teilnehmenden, nicht mit konstruierten Fallbeispielen. Fortbildungen finden als Inhouse-Veranstaltung in Ihrer Einrichtung statt, halbtägig, ganztägig oder als Reihe.
Supervision und Praxisbegleitung
Wir begleiten Teams, Einzelpersonen und Leitungen dabei, die eigene Arbeit zu reflektieren – regelmäßig als fortlaufender Prozess oder anlassbezogen. Dazu gehören auch die Themen, die sonst wenig Raum finden, z.B.: eigene Anteile im Kontakt mit den Kindern, Übertragung und Gegenübertragung, die Frage, was jede und jeder Einzelne braucht, um in angespannten Situationen selbst reguliert zu bleiben.
Wir nennen es Praxisbegleitung, weil das unsere Rolle genauer beschreibt: Wir kennen den Alltag, aus dem die Fragen kommen und können aus dieser Perspektive heraus begleiten.
Fallberatungen und/oder -begleitungen
Manchmal kommt ein Team mit einem jungen Menschen nicht weiter: Das Verhalten wiederholt sich, die Deutungen haben sich verfestigt, die Kraft lässt nach und vielleicht kommt sogar die Frage auf: Sind wir noch der richtige Ort?. Für diese Situationen bieten wir eine strukturierte Fallberatung an.
Wir bereiten uns anhand Ihrer Fallinformationen vor und gestalten dann einen interaktiven Prozess: Raum zur gemeinsamen Ventilation, Biografiearbeit, Erarbeitung eines „neuen Blicks“ auf das Verhalten, Perspektivübernahmen, Aufstellungen, die das Beziehungsgefüge sichtbar machen, Erforschen „des guten Grundes“ hinter dem Verhalten, mögliche Handlungsschritte, Absteckung des (Betreuungs-)Bedarfs, Perspektiven, kreative Lösungen und – wenn gewünscht – teilen wir auch unseren Blick auf den Prozess.
Die Fallberatung ist einzeln buchbar oder als wiederkehrendes/fortführendes Format.
Leitungscoaching
Teams orientieren sich an ihrer Leitung – auch in Kontexten „flacher Hierarchien“ und des Arbeitens auf Augenhöhe stellen sich Fachkräfte oft die Frage, wie z.B. mit Anspannung, Fehlern und Konflikten umgegangen wird, wie unterschiedliche Ressourcen bedarfsorientiert genutzt werden, wie Reflexion der Mitarbeitenden wertschätzend gelingen kann, was Einarbeitungen brauchen, um neue Mitarbeitende gut und sicher in die Prozesse zu holen.
Wir begleiten Leitungskräfte darin, die eigene Wirkung zu reflektieren, psychologische Sicherheit im Team aufzubauen und strukturelle Verantwortung zu gestalten. Die Begleitung findet einzeln und vertraulich statt, unter Menschen, die Leitungsverantwortung aus eigener Erfahrung kennen und / oder weiter verinnerlichen wollen.
Die Sicherheit und Gesundheit des pädagogischen Teams ist Grundvoraussetzung für wirksame, pädagogische Arbeit.
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Konditionen & Kontakt
Konditionen
Jede Anfrage ist anders – Teamgröße, Umfang, Ort und Format unterscheiden sich von Einrichtung zu Einrichtung. Deshalb erstellen wir Ihnen gern ein individuelles Angebot.
Schreiben Sie uns gerne eine Mail mit Ihrer Anfrage, Ihrem Bedarf. Anschließend können wir anhand dessen einen passenden Rahmen für Sie vereinbaren.
Ihre Ansprechperson: Tadewi Dobrusskin - t.dobrusskin@ventus-ev.de oder 0176 14670573

